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Saison 2009/2010

09.10.2009

Nächstes "Sechs-Punkte-Spiel" im Isenstadion

Kostner: Haben gegen Deisenhofen noch eine Rechung offen

Sieben Spieltage sind in Oberbayerns höchster Spielklasse noch zu absolvieren, ehe sich die Liga in die Winterpause verabschiedet. Zeit genug also für den TSV Ampfing, bis dahin noch kräftig zu punkten, um nicht im Tabellenkeller überwintern zu müssen. Punkte gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf zählen dabei doppelt, und genau ein solches "Sechs-Punkte-Spiel" steht mit der Partie gegen den FC Deisenhofen am Samstagnachmittag im Isenstadion (Anstoß 15 Uhr) auch auf dem Programm. Im Anschluss daran, um 17:15 Uhr, empfängt Ampfings U19 in einem Spiel der A-Junioren-Bezirksoberliga die SpVgg Altenerding.

„Das wird wieder eine ganz enge Kiste, aber wir wollen die Punkte unbedingt in Ampfing behalten.“ Michael Kostner zeigt zwar Respekt vor dem Gegner, demonstriert aber zugleich auch Zuversicht: „Deisenhofen reist nach dem Heimsieg gegen Olching sicherlich mit viel Selbstvertrauen an. Aber wir spielen zuhause und wollen unsere kleine Serie ausbauen.“ Zuletzt blieben die Schweppermänner dreimal in Folge unbesiegt und holten dabei fünf Punkte. „In den letzten Spielen war ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen, daran gilt es nun weiter anzuknüpfen. Wir kennen die Gründe für den holprigen Saisonstart, wissen gleichzeitig aber auch, welche Qualität in der Mannschaft steckt“, sieht Ampfings Trainer sich und die Seinen auf einem guten Weg. „Gegen Deisenhofen haben wir außerdem noch eine offene Rechnung zu begleichen“, erinnert Kostner an das bislang einzige Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in einem Pflichtspiel. Im entscheidenden Relegationsspiel um den Aufstieg in die Bezirksoberliga zum Ende der Saison 2007/2008 mussten sich die Schweppermänner dem morgigen Gast mit 0:2 geschlagen geben. Während Ampfings Aufstiegsträume unter den Spottgesängen der gegnerischen Fans ein jähes Ende fanden, durfte der FC Deisenhofen den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte nach dem Landesligaaufstieg 1963 bejubeln. Allerdings muss Kostner seine zuletzt erfolgreiche Elf vor dem "Revanchematch" erneut auf einigen Positionen umbauen. Lucas Stamm knickte im Training unglücklich um und verletzte sich dabei am Knöchel. Falls sich die erste Diagnose (schwere Bänderdehnung oder gar Bänderanriss) bestätigen sollte und der 19-jährige Mittelfeldakteur ausfällt, könnte Stefan Sperr nach dreimonatiger Verletzungspause (Innenbandriss) sein Comeback in der ersten Mannschaft feiern. Ebenfalls noch auf der Kippe steht der Einsatz von Hannes Forstpointner. Der Neuzugang aus Regensburg, dessen Formkurve zuletzt deutlich nach oben zeigte, klagte erneut über Probleme im Oberschenkel, die ihm bereits in der Vergangenheit schwer zu schaffen machten. Definitiv fehlen wird dagegen Maximilian Ultsch, der in den letzten Wochen trotz gebrochenem Mittelfuß regelmäßig spielte. Auf Anraten der Ärzte muss Ampfings Angreifer (4 Saisontore) nun doch eine längere Pause einlegen, möglicherweise kommt Ultsch in den verbleibenden Partien bis zur Winterpause überhaupt nicht mehr zum Einsatz.

Eigentlich hätte Mike Probst das Ergebnis gar nicht mehr kommentieren müssen. Die innigen Umarmungen zwischen dem Trainer des FC Deisenhofen und seinen Spielern nach dem 2:0-Heimsieg über den SC Olching am vergangenen Wochenende sagten ohnehin alles, bevor Probst aussprach, was der erste Sieg nach fünf Niederlagen am Stück bedeutete: „Uns ist ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen.“ Kein Wunder, denn nach einem hoffungsvollen Saisonstart mit acht Punkten aus den ersten fünf Partien, lief bei den Münchner Vorstädtern plötzlich gar nichts mehr zusammen. Es folgten fünf Niederlagen in Folge, ehe man am letzten Wochenende die Negativserie eben durch jenen Heimerfolg gegen Olching stoppen konnte. Gerade noch rechtzeitig, wie Probst bemerkte: „Trotz einer disziplinierten Leistung hat die Angst mitgespielt.“ Erst nach dem Führungstreffer durch Torjäger Stephan Eggerl (7 Saisontore) zwanzig Minuten vor Schluß habe seine Elf befreit aufgespielt und am Ende sogar einen deutlicheren Sieg verpasst. Docht Probst trauerte den vergebenen Chancen nicht lange hinterher, sondern freute sich über drei wichtige Punkte: „Das Tal der Tränen haben wir damit noch nicht ganz verlassen, aber es war ein Riesenschritt in die richtige Richtung.“

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