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Saison 2009/2010

16.10.2009

Ampfing vor schwerer Auswärtshürde

Schweppermänner in Raisting nur Außenseiter

Vor einer unangenehmen Auswärtsaufgabe steht der TSV Ampfing am 13. Spieltag der Bezirksoberliga. Die Reise führt den Ampfinger Tross am Samstagnachmittag dabei in den Landkreis Weilheim-Schongau, genauer gesagt zum SV Raisting, bei dem die Trauben bekanntermaßen sehr hoch hängen. Zu der Partie im Sportpark, die um 15 Uhr angepfiffen wird, setzt die Fußballabteilung wieder einen Mannschaftsbus ihres Sponsors Ludwig Schandl ein. Abfahrt am Isenstadion ist um 11:30 Uhr, für Fans besteht, zumindest in begrenzter Anzahl, kostenlose Mitfahrgelegenheit.

Mit dem SV Raisting verbindet man im Ampfinger Lager keine allzu guten Erinnerungen. Ganz im Gegenteil. Von bislang neun Pflichtspielen konnten die Schweppermänner gerade einmal zwei Partien für sich entscheiden, sieben mal dagegen gingen sie als Verlierer vom Platz. Einen der bittersten Momente der Vereinsgeschichte erlebte der TSV Ampfing dabei am 15. Juni 2002. Auf der Senator-Voigt-Anlage in Miesbach kam es im alles entscheidenden Relegationsspiel um den Verbleib in der Landesliga Süd zum Aufeinandertreffen mit den "Ammersee-Kickern". Das Ende ist bekannt: Der SV Raisting setzte sich durch einen Treffer von Uli Greinwald in der Verlängerung mit 1:0 durch und durfte anschließend den größten Erfolg der Klubhistorie bejubeln. Die Schweppermänner dagegen mussten nach einer Mammutsaison mit 40 Pflichtspielen den bitteren Gang in die Bezirksoberliga antreten. Mit Matthias Manghofer und Francesco Berardi auf Seiten des TSV Ampfing, sowie den Raistingern Martin Frühholz und Marcus Widmann, stehen in beiden Mannschaften jeweils noch zwei Spieler im aktuellen Kader, die schon damals mit von der Partie waren. Manghofer und Berardi standen auch zweieinhalb Jahre später beim 0:8-Debakel in Raisting auf dem Platz, einer der höchsten Pflichtspielniederlagen des TSV Ampfing in der Vereinsgeschichte.

Mit diesen „alten Geschichten“, wie er sie nennt, beschäftigt sich Michael Kostner allerdings nicht, wenn er sich und seine Mannschaft auf das morgige Match vorbereitet. „Wir fahren zwar als Außenseiter nach Raisting, doch das heißt nicht, dass wir dort nicht auch etwas holen wollen. Dennoch muss man sehen, dass der Gegner letzte Saison noch in der Landesliga gespielt hat, wir dagegen in der Bezirksliga“, schiebt Ampfings Trainer den Gastgebern, die er als „unangenehm und schwer zu spielen, und darüber hinaus sehr heimstark“ einstuft, die Favoritenrolle zu. Dreizehn ihrer bislang siebzehn Punkte holten die Raistinger zuhause, einzig der SpVgg Feldmoching gelang es in dieser Saison den Sportpark als Sieger zu verlassen. Die Form der eigenen Mannschaft stimmt, die gezeigten Leistungen und die Punkteausbeute der letzten Wochen auch, dennoch hatte Michael Kostner beim Abschlußtraining am Donnerstagabend einige Sorgenfalten auf der Stirn. Grund dafür ist eine Grippewelle, die mit Alex Naue und Hannes Forstpointner gleich zwei wichtige Akteure außer Gefecht gesetzt hat. „Beide konnten die ganze Woche über nicht trainieren und fallen am Samstag aus.“ Da mit Stefan Sperr ein möglicher Forstpointner-Ersatz ebenfalls auszufallen droht („bei ihm müssen wir das Aufwärmprogramm abwarten“), ist Ampfings Trainer vor der morgigen Partie erneut zu einigen Umstellungen gezwungen.

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