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Saison 2009/2010

27.11.2009

Neunzig Minuten bis zur Winterpause

Samstag, 14:30 Uhr: Inn/Salzach-Derby in Wasserburg

Noch einmal neunzig Minuten stehen für die 16 Klubs in Oberbayerns höchster Spielklasse auf dem Programm, ehe sich die Liga in die Winterpause verabschiedet. Der TSV Ampfing bestreitet dabei zum Jahresausklang am Samstagnachmittag das Inn/Salzach-Derby beim TSV Wasserburg. Die Partie findet nicht, wie ursprünglich geplant, im Badria-Stadion statt, sondern auf dem alten Sportplatz an der Landwehrstraße (Altstadt), Anstoß ist um 14:30 Uhr.

Seit mittlerweile neun Partien ist der TSV Ampfing in der Bezirksoberliga ungeschlagen. Diese Serie soll auch nach dem letzten Spiel im Fußballjahr 2009 Bestand haben. „Wir wollen uns natürlich mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden“, redet Michael Kostner vor dem morgigen Duell gegen die "Löwen" auch gar nicht erst um den heißen Brei herum. Zwar sei die eigene Favoritenrolle nicht wegzudiskutieren, dennoch warnt Ampfings Trainer davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. „Dazu gibt es überhaupt keine Veranlassung. Wir sind zwar momentan sehr gut drauf, trotzdem haben Derbys immer ihre eigenen Gesetze.“ Kostner verweist in diesem Zusammenhang auch auf die enge Tabellenkonstellation und warnt daher vor verfrühter Euphorie: „Wir haben noch nichts erreicht!“ Zwar rangieren die Schweppermänner nur drei Punkte hinter dem Tabellen-3. FC Unterföhring auf Rang sechs, zum Abstiegrelegationsplatz sind es allerdings auch nur sechs Zähler. Darüber hinaus plagen den Aufsteiger vor der Partie beim Tabellenschlusslicht einige personelle Probleme. So konnte Özgür Kart die ganze Woche nur sehr eingeschränkt trainieren und droht ebenso wie Hannes Forstpointner für die Partie am Samstag auszufallen. Den türkischen Ex-Profi, mit bislang sechs Saisontoren Ampfings treffsicherster Schütze, plagen seit Wochen starke Schmerzen am operierten Meniskus, zudem zog er sich im Heimspiel gegen Starnberg eine schmerzhafte Wunde am Fuß zu. Ähnlich kritisch sieht Michael Kostner auch die Chancen auf einen Einsatz bei Hannes Forstpointner, den ein eingeklemmter Nerv im Rücken bereits am vergangenen Wochenende zum Zuschauen zwang. Trotz der angespannten Personalsituation sieht Ampfings Trainer den größeren Druck beim Gegner. „Wir wollen, Wasserburg muss gewinnen“, bringt der frühere Bundesliga-Profi die Ausgangssituation der beiden Kontrahenten auf einen einfachen Nenner.

Obwohl mittlerweile Tabellenletzter, haben sich die Innstädter noch lange nicht aufgegeben. Harry Hartinger, langjähriger TSV-Funktionär und Sportehrenpreisträger der Stadt Wasserburg 2009, sieht die Arbeit der letzten Jahre akut gefährdet und appelliert deshalb an die Spieler, dass sie „endlich als Mannschaft auftreten. Ich war bei allen unseren Spielen dabei und habe gesehen, dass wir spielerisch auf keinen Fall absteigen müssen. Wenn es aber nicht so läuft, fallen wir auseinander. Das kann und darf nicht sein.“ Wichtig ist es aus Hartingers Sicht, dass am Wochenende der Knoten vor dem Tor platzt, „denn dann laufen die Spiele auch einmal für uns. Wir hatten in den letzten Wochen auch kein Glück.“ Für Abwehrchef Wolfgang Fiedler, der sich bei der 0:3-Niederlage in Olching am vergangenen Wochenende einen Nasenbeinbruch zuzog, wird voraussichtlich Burim Djimschiti auf der Libero-Position zum Einsatz kommen. Das Aufeinandertreffen des langjährigen Ampfinger Kapitäns mit seinen ehemaligen Teamkollegen birgt dabei ebenso eine gewisse Brisanz, wie das "Familienduell" der beiden Torhüter, in dem Dominik Süßmaier (TSV Wasserburg) auf seinen Cousin Thomas Süßmaier im Ampfinger Kasten trifft.

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